Nord-Spitzbergen per Segelschiff entdecken

 Zielflughafen:  Longyearbyen/Spitzbergen                                      
Dauer:   11 Tage/10 Nächte
Termin 2012:  11.09. bis 21.09. (NOO12)

Nord-Spitzbergen per Segelschiff entdecken              NOO 3

WICHTIGER HINWEIS:
Alle veröffentlichten Reiserouten gelten zur allgemeinen und groben Orien-tierung. Die Programme können je nach den örtlichen Eis- und Wetterbe-dingungen beträchtlich variieren, aber auch, um auf aktuelle Gegebenheiten bezüglich Tierbeobachtungen reagieren zu können. Flexibilität steht bei Expeditionskreuzfahrten an erster Stelle. Anlandungen sind immer abhängig vom Wetter, Verfügbarkeit von Anlandeplätzen und Umweltschutzauflagen.

Reiseverlauf:

1. Tag:
Ankunft in Longyearbyen, der Hauptstadt (eigentlich: Verwaltungszentrum) Spitzbergens. Vor dem Einschiffen besteht die Möglichkeit, einen Rundgangs durch die Siedlung zu unternehmen. Die Pfarrkirche und das Svalbard Museum mit interessanten Ausstellungen zu Bergbauindustrie und Polargeschichte sind ebenfalls einen Besuch wert. Am Nachmittag setzen wir Segel und fahren nach Alkhornet, einem Vogelfelsen mit Kolonien von Dreizehenmöwen sowie einer Fuchshöhle. Die Polarfüchse suchen die Hänge unterhalb des Vogelfelsens nach Eiern und Jungvögeln ab. Bei Trygghamna besichtigen wir die Reste einer englischen Walfangstation aus dem 17. Jahrhundert und die Ruinen einer Siedlung russischer Pomoren aus dem 18. Jahrhundert.

2. Tag:
Früh morgens lichten wir Anker, verlassen Tryghamna und setzen unsere Reise fort. Wir befahren den Forlandsund. Sofern das Wetter es erlaubt, wollen wir bei Fuglehuken landen, wo mit der Expedition von Willem Barents die ersten Westeuropäer ihren Fuß im eben erst entdeckten Spitzbergen an Land setzten. Wir stoßen hier auf historische Grabstätten von Walfängern, sowie auf eine Kolonie von Trottel- und Dickschnabellummen, Krabbentauchern und Dreizehenmöwen. Ganz in der Nähe besteht vielleicht die Möglichkeit, einen Ruheplatz von Seehunden und Walrossen zu beobachten.

3. Tag:
Heute besuchen wir Ny Ålesund, die nördlichste permanent bewohnte Ortschaft der Erde. Der ehemalige Startplatz vieler Nordpolexpeditionen (zum Beispiel Amundsen und Nobile) und einstige Bergbausiedlung hat sich in eine moderne Forschungsstätte gewandelt. Die Vögel der Umgebung haben sich an Menschen gewöhnt und sind ungewöhnlich zutraulich geworden. Weißwangen- und Kurzschnabelgänse, Eiderenten, Küstenseeschwalben und mehrere Watvogelarten können hier aus geringer Distanz beobachtet werden. Die Rentiere sind kleiner als ihre Artverwandten auf dem Festland; sie bilden auch keine großen Herden.
                               
4. Tag:
Weiter nördlich fahren wir in den Magdalenefjord ein, einer der landschaftlich schönsten Fjorde Spitzbergens, in den unzählige riesige Gletscher münden. Auf dem Landgang stoßen wir auf Spuren einer englischen
Walfangstation aus dem 17. Jahrhundert. Auch zur Vogelbeobachtung ist die Gegend hervorragend geeignet: Hier können wir große Vogelkolonien besuchen, in denen hauptsächlich Krabbentaucher brüten.

5. Tag:
Wir versuchen heute, zur kleinen Insel Ytre Norskøya zu gelangen. Sie diente den holländischen Walfängern viele Jahre lang als Ausguck. Noch heute können wir ihrem Pfad bis hinauf auf den kleinen Gipfel folgen. Er führt direkt an hervorragenden Vogelklippen vorbei. An der Küste finden sich Tranöfen aus dem 17. Jahrhundert. Zwischen den gut 200 Gräbern holländischer Walfänger aus jener Zeit nisten heute Schmarotzerraubmöwen und Eiderenten.

6. Tag:
Der Raudfjord an der Nordküste Spitzbergens ist spektakulär. Zahlreiche Gletscher wälzen sich seinen Hängen entlang ins Meer. Ringel- und Bartrobben sind hier zu Hause, die steilen Bergflanken werden von Vogelkolonien belebt und die Chancen stehen gut, hier auf Eisbären und Weißwale/Belugas zu stoßen. Jermaktangen, östlich der Fjordmündung, ist stark von der Brandung ausgewaschen und bietet ein ausgezeichnetes Beispiel für die Erosionskraft des Meeres.

7. Tag:
Nach dem 15 September haben wir die einmalige Möglichkeit, auf der Insel Moffen zu anzulanden - eine Sammelstätte von Walrossen. Wir werden Zeuge eines großen Schlachtfeldes vergangener Jahrhunderte, in denen diese Tiere aufgrund ihrer wertvollen Stosszähne brutal geschlachtet wurden.

8. Tag:
Heute besuchen wir Smeerenburg, die größte Walfangstation Spitzbergens aus dem 17. Jahrhundert. Falls wir die Genehmigung dazu erhalten, sehen wir uns auf der Danskøya den Startplatz des schwedischen Entdeckers Andrée an, der von hier aus Ende des 19. Jahrhunderts im Freiballon den Nordpol zu erreichen hoffte.

9. und 10. Tag:
Auf dem Weg nach Süden steuern wir in die Küste von Forlandsundet bei Engelskbukta an oder Sarstangen oder Poolepynten, dort sieht man häufig Walrosse am Strand. Wir setzen die Reise weiter fort nach Longyearbyen.

11. Tag:
Heimreise mit Linienflug ab Longyearbyen nach Oslo.

Eingeschlossene Leistungen:
Schiffspassage in der Doppelkabine mit Etagendusche/WC
Vollverpflegung an Bord inkl. Snacks, Kaffee, Tee
Sämtliche Zodiac - Anlandungen und Aktivitäten während der Schiffsreise
Lektorenprogramm und Betreuung durch ein erfahrenes Expeditionsteam
Transfers und Gepäckbeförderung in Longyearbyen passend zu ausgewählten Flugstrecken
Servicetaxes und Hafengebühren vorbehaltlich Nachforderungen der Reederei
Ausführliches Informationsmaterial zu Ihrer Reise mit Zugang der Reisebestätigung

Nicht eingeschlossene Leistungen:
Flüge nach/von Longyearbyen ab/zu Ihrem gewünschten Abflugort diese können wir selbstverständlich gerne in der günstigst verfügbaren Klasse zu Ihrem Reisetermin passend und ab Ihrem Abflugort individuell dazu buchen.
Persönliche Ausgaben wie Getränke, Souvenirs, Trinkgelder, Vor- und Nachprogramme, evtl. Zusatzübernachtungen etc.
Reiseversicherungen

Preise in EUR/Person:
Doppelkabine/Etagenbett mit Waschbecken, Dusche/WC auf dem Gang:
NOO12    EUR 2.850,--

Die NOORDERLICHT wurde ursprünglich 2010 in Flensburg als Dreimast - Schooner gebaut. Die meiste Zeit war sie in der Ostsee eingesetzt, bis sie 1991 vom jetzigen Besitzer gekauft und umgetakelt wurde. Heute ist die Noorderlicht ein gut gebauter Zweimast-Schooner und geeignet, alle Weltmeere zu befahren. Das Schiff bietet Platz für 20 Passagiere, untergebracht in bequemen Doppelkabinen mit Etagenbetten und Waschbecken. Der Segler verfügt über 4 Duschen und 5 Toiletten, die in der Nähe der Kabinen liegen. Täglich werden 3 Mahlzeiten zubereitet und in der Messe eingenommen. An Bord gilt unter Deck eine Nichtraucherregelung, an Deck darf an einigen Stellen geraucht werden. Der hochqualifizierte Kapitän aus Holland besitzt Erfahrungen auf allen Meeren, wobei die Besatzung gerne von den Gästen bei den täglichen Arbeiten an Bord unterstützt werden darf.
Bordsprache:  niederländisch, englisch
Besatzung:  niederländisch
Zahlungsmittel:  EUR, norwegische Kronen
Expeditionsleiter: holländisch/englisch
Das Ausfüllen eines medizinischen Fragebogens vor Reiseantritt ist vorgeschrieben

Schiffsdaten:
Reederei:  Oceanwide Expeditions
Flagge:   Holland
Baujahr/Umbau: 1910/1991
Passagiere max.: 20
Besatzung:    5
Länge:    46,00 m
Breite:      6,50 m
Tiefgang:     3,20 m
Tonnage:  60 nt
Max. Geschwindigkeit: 7 Knoten
Segelfläche:  550 qm
Stromspannung: 220 V

 

 

 

Copyright: Nordland Touristik, Kempten, Telefon: 0831-521 590 0 - Fax: 0831-521 595 0 - Email: info@nordlandtouristik.de