Wander-Expedition rund um Spitzbergen

Ein / Ausschiffungsort:  Longyearbyen/Spitzbergen 
Dauer: 10 Tage/9 Nächte an Bord des Expeditions-Schiffes
M/S ANTARCTIC DREAM
Termin 2012:    06.08. bis 15.08.

Wander-Expedition rund um Spitzbergen               ATD11 H

Diese Spezialfahrt widmet sich schwerpunktmäßig einem intensiven Nat-urerlebnis in entlegenen Gebieten. Wir bieten Ganztages-Wanderungen an und möchten dabei das kaum besuchte Landesinnere zahlreicher Inseln erkunden Gegenden, die eher von Rentieren und Eisbären durchwandert werden als von Menschen. Wir bieten auch kürzere Exkursionen im selben Gebiet an.

1. Tag:
Ankunft in Longyearbyen, dem Verwaltungszentrum Spitzbergens auf der größten Insel des Archipels, West-Spitzbergen. Vor dem Einschiffen besteht die Möglichkeit, durch die Siedlung zu streifen. Die Pfarrkirche und das Svalbard-Museum mit interessanten Ausstellungen zu Bergbauindustrie und Polargeschichte sind ebenfalls einen Besuch wert. Um Longyearbyen sind 100 verschiedene Pflanzenarten nachgewiesen worden. Am frühen Abend heißt es Leinen los und anschließend Fahrt durch den Isfjorden.

2. Tag:
Unser Kurs führt nach Norden entlang der Westküste. Morgens erreichen wir Kross-Fjorden, wo wir mit den Zodiacs einen Ausflug an der atemberaubenden Front des 14. Juli Gletschers machen. Auf den grünen Hängen in der Nähe des Gletschers blühen die Sommerblumen und an den steilen Klippen fühlen sich die Dreizehenmöven sehr wohl. Es gibt gute Chancen^, die scheuen Polarfüchse zu beobachten, die entlang der Klippen patroullieren und auf kleine Küken hoffen. Bartrobben sind in diesem Fjord ebenfalls zuhause. Am Nachmittag geht die Reise nach Blomstrand weiter, denn dort versuchen wir den höchsten Punkt zu Fuss zu erreichen. Von hier aus hat man einen schönen Ausblick auf die offene Seestrasse, die vor wenigen Jahren noch mit Gletschereis zwischen Insel und dem Festland bedeckt war. Auch hier ist der Klimawandel deutlich sichtbar.

3. Tag:
Im Bockfjord gibt es eine Möglichkeit für eine lange Tageswanderung zu den warmen Quellen, die ca. 8 km im Landesinneren liegen. Unsere Wanderung führt auch an Gletschern und einem Vulkan vorbei. Hier befinden wir uns in einer der wärmsten Regionen von Spitzbergen. Teilnehmer, die lieber eine kürzere Variante gehen möchten, können am Vormittag die warmen Quellen entlang der Küste erwandern und später eine Lagune am roten Sandstein des Woodfjordes erkunden. Dieser Name stammt von den vielen Baumstämmen, die hier an Land gespült wurden. Am Abend geht die Reise zum Monaco- Gletscher im Liefdefjord.

4. Tag:
Heute besuchen wir Laagöya, eine flache Insel mit einer Lagune, wo meistens eine Ansammlung von Rentieren zu finden ist. Schwalbenmöwen nisten hier auch. Wir erreichen unseren nördlichsten Punkt bei Phippsøya, in den Sieben Inseln nördlich von Nordaustlandet. Hier sind wir bei ca. 81 Grad Nord angelangt, nur 540 Seemeilen vom geographischen Nordpol entfernt. Eisbären und Elfenbeinmöwen bevölkern diese Region. Wir bleiben bestimmt ein paar Stunden im Packeis und geniessen die Ausblicke auf diese wilde Landschaft und hoffen auf Begegnungen mit den Eisbären. Danach steuern wir gen Süden.

5. Tag:
Die Hinlopen-Strasse trennt die beiden größten Inseln Svalbards, Spitzbergen und das eisgepanzerte Nordaustlandet, voneinander. In der Palanderbukta, umringt von Gletscherfronten, setzen wir unseren Fuß auf Nordaustlandet und entdecken die wüstenartige, aber wunderschöne Umgebung. Die Wanderer folgen dem Palanderdalen, einem eisfreien Korridor zwischen den beiden wichtigsten Eiskappen auf Nordaustlandet. Nach etwa 20 km durch polare Kälte-Wüste erreichen wir die Augustabukta, wo wir leicht auf die Eiskappe steigen können. Auf der Tundra sehen wir üblicherweise viele Rentiere. Beide Anlandungen, Augustabukta und Palanderbukta, können auch ohne lange Wanderung ermöglicht werden. In der Nähe von Torrellneset gibt es ein große Walrossherde.

6. Tag:
Die Ostküste der Insel Spitzbergen wird während der Sommermonate kaum besucht. Wir fahren entlang des Negribreen - ein Schelfeis-Gletscher und damit ein seltenes Phänomen in der Arktis. Bei Teistpynten in der Nähe der Mohnbukta werden wir eine Wanderung entlang der Küste und auf der Tundra ermöglichen. Hier sieht man häufig Rentiere und hat einen guten Ausblick auf den Gletscher Negribreen. Einige mesozoische Sedimente lagern hier, dieser Abschnitt ist sehr reich an Fossilien. Gegen Mittag wird das Schiff gen Süden nach Agardhfjell repositioniert. Bei guten Bedingungen kann eine 5-stündige Wanderung zu den Elfenbeinmöwen durchgeführt werden.
                   - Als Alternative ist folgender Programmpunkt möglich-
Sundneset liegt an der Südostecke der Barentsøya und bietet eine beinahe üppige Tundravegetation und häufig auch viele Rentiergruppen. Wir folgen einem Flüsschen bis zu einem Wasserfall und weiter. Auf ihrer rund 17 km langen Strecke werden den Wanderern atemberaubende landschaftliche Höhepunkte geboten. Alternativ dazu gibt es eine Landung bei Sundneset auf der reichhaltigen Tundra, mit Besuch des Wasserfalls und guten Chancen, auf Rentiere zu treffen. Ergänzend folgt eine weitere Exkursion im Rindedalen auf der Südseite der Barentsøya.

7. Tag:
In der etwa 20 km weiter südöstlich gelegenen Diskobukta finden wir eine kleine, imposante Schlucht vor, in welcher eine Kolonie Dreizehenmöwen zu Hause ist. Jahrhunderte lang war das Kapp Lee an der nordwestlichen Ecke der Edgeøya ein zentraler Punkt für die Jagd und für wissenschaftliche Arbeiten. Die Landhebung, welche der Eiszeit folgte, hat hier ihre Spuren hinterlassen: man findet uralte Walknochen und Treibholz weit von der Küste im Landesinnern. Solche Funde haben ein respektvolles Alter von etlichen 1000 Jahren. Auf der Wanderstrecke von der Diskobukta zum Kapp Lee begegnen wir einer faszinierenden Küste mit großen Mengen an Treibholz, Walknochen und möglichen Überraschungen in punkto Tierleben. Alternativ dazu wird es möglichen sein, an der Diskobukta wie auch am Kapp Lee anzulanden, ohne die Wanderung mitmachen zu müssen.

8. Tag:
Der Hornsund ist ein großer Fjord an der Westküste Spitzbergens, der von Gletschern und hohen Bergen, u.a. dem Hornsundtind (1431m) und dem nadelscharfen Grat des Bautaen, umgeben ist. Eine Tageswanderung zu dem Berg Ostragrodskyfjell im Brepollen, den innersten Teil des Hornsundes, beschert uns sagenhafte Ausblicke auf die vergletscherte Landschaft. Das gleiche Gebiet lässt sich auch mit dem Zodiac erkunden. Die Burgerbukta am Nordufer des Hornsundes, die wir am Nachmittag besuchen werden, macht klar, weshalb einige glauben, der Horn-Sund sei der Schönste aller Fjorde Spitzbergens. Danach setzten wir Kurs auf den Isfjord und Longyearbyen.

9. Tag:
Heute landen wir an Ahlstrandhalvøya an der Öffnung des Van Keulenfjords. Hier stapeln sich die Skelette der Beluga-Wale (der Beluga ist ein kleiner weisser Wal), es sind Überbleibsel der Massenabschlachtungen des 19. Jhrds. , eine stilles Relikt und Denkmal dieser Zeit der unüberlegten Ausbeutung. Die Population wurde dezimiert aber heute sind die Belugas nicht mehr vom Aussterben bedroht und mit ein wenig Glück bekommen wir auch lebende Exemplare zu sehen. Am Nachmittag steuern wir in den Recherche-Fjorden und wir können einen Tundra am Fjordende erwandern, wo meistens viele Rentiere friedlich grasen.

10. Tag:
Rückkehr nach Longyearbyen. Unsere Reise endet hier mit dem Transfer zum Flughafen und dem Rückflug über Oslo nach Hause.

Hinweis:
Die Chancen einer kompletten Umrundung von Spitzbergen liegen bei 30% in der ersten Juli Hälfte, bei 60% in der zweiten Juli Hälfte, bei 90% in der ersten August Hälfte und bei 95% in der zweiten August Hälfte (Statistik basiert auf Erfahrungswerte der Jahre 1992 bis 2010). Falls eine Umrundung aufgrund der gegebenen Eisverhältnisse nicht möglich ist, wird sich das Programm auf den Nordosten oder Südosten von Spitzbergen konzentrieren.

Eingeschlossene Leistungen:
Schiffspassage in der gebuchten Kabinenkategorie mit Bad/Dusche/WC
Vollverpflegung an Bord inkl. Snacks, Kaffee, Tee
Sämtliche Zodiac - Anlandungen und Aktivitäten während der Schiffsreise
Kostenloses Leihen von Wander-Gummistiefeln
Lektorenprogramm und Betreuung durch ein erfahrenes Expeditionsteam
Transfers und Gepäckbeförderung in Longyearbyen passend zu ausgewählten Flugstrecken
Ausführliches Informationsmaterial zu Ihrer Reise mit Zugang der Reisebestätigung
Das Ausfüllen eines medizinischen Fragebogens ist vorgeschrieben

Nicht eingeschlossene Leistungen:
Flüge nach/von Longyearbyen ab/zu Ihrem gewünschten Abflugort diese können wir selbstverständlich gerne zum Bestpreis dazu buchen.
Evtl. ist auf dem Hin- und/oder Rückflug eine Zwischenübernachtung in Oslo oder Longyearbyen notwendig
Persönliche Ausgaben wie Getränke, Souvenirs, Trinkgelder, Vor- und Nachprogramme, evtl. Zusatzübernachtungen etc.
Eine Reisekrankenversicherung ist obligatorisch
Weiterhin empfehlen wir Ihnen den Abschluß einer Reiserücktrittskostenversicherung

Preise 2012/Person in EUR:
Kabinentyp:  Doppel /Bad        Doppel/Bad             Doppel / Deluxe        Superior     

                             innen          außen mit Bullauge

ATD11 H             4.000,-                    4.600,-                      5.150,-                    5.700,- 
Einzelkabinenzuschlag: 70%.
Auf Anfrage sind auch geteilte Kabinen buchbar.

Die Reederei behält sich auf Grund der starken Schwankungen der Rohölpreise eine Anpassung vor. Falls der Rohölpreis bis 90 Tage vor Reiseantritt USD 90,- pro Barrel übersteigt wird ein Bunkerzuschlag von EUR 18,--/Person und Nacht erhoben.

Wichtige Hinweise:
Die hier beschriebenen Tagesprogramme dienen nur zu Ihrer groben Orientierung. Das Reiseprogramm kann durch den Einfluss lokaler Eis- und Wetterverhältnisse beträchtlich variieren. Der Expeditionsleiter entscheidet gemäß der Verhältnisse vor Ort und wird auch ad hoc auf aktuelle Gegebenheiten und Tierbeobachtung reagieren und den Fahrplan anpassen. Flexibilität ist von größter Bedeutung auf unseren Schiffsreisen mit Expeditionscharakter. Alle Anlandungen sind vom Wetter, Verfügbarkeit von Anlandezeiten, örtlichen Landebestimmungen und Umweltschutzauflagen der AECO abhängig.
Der Fahrplan und Anlandezeiten werden über ein System der AECO vor dem Beginn der Saison festgelegt. Der endgültige Fahrplan wird vom Expeditionsleiter an Bord bestimmt und nach dem sicheren Ermessen des Kapitäns und den Eigenschaften des Schiffes umgesetzt. Aufgrund der hohen Treibstoffpreise, behält sich Oceanwide Expeditions das Recht vor, die Geschwindigkeit der Schiffe zu reduzieren (z.B. Fahrt mit einer Antriebswelle). Der Gesamtcharakter der Reise und Sicherheit von Schiff, Personal und Passagieren wird dadurch nicht beeinträchtigt.

Gummistiefel und Expeditionsjacken
An Bord der Plancius dürfen alle Passagiere wandertaugliche Gummistiefel mit Profilsohle kostenfrei benutzen. Die Schuhgrößen müssen der Oceanwide Reservierungsabteilung mindestens 8 Wochen vor Abreise mitgeteilt werden. Daraufhin wird ein Voucher ausgestellt, der mit den letzten Reiseunterlagen ca. 4 Wochen vor Abreise verschickt wird. Ohne Voranmeldung und Voucher kann keine Ausrüstung an Bord vergeben werden. Am Ende der Reise müssen die Gummistiefel an das Expeditionsteam zurückgegeben werden. Die Stiefel sind von hoher Qualität,  komfortabel und halten die Füsse trocken uns warm bei allen Anlandungen. Expeditionsjacken können zu einem Sonderpreis vor Abreise bestellt werden. Geschäftsbedingungen und Preise auf dem Bestellformular.

Landprogramm und Fahrten mit dem Zodiac
Geführte Landausflüge (Wanderungen, Tierbeobachtungen und Zodiacfahrten) sind im Reisepreis inkludiert. Das Programm ist vielfältig und wird allen Passagieren angeboten. Unsere Philosophie ist das aktive Naturerlebnis an Land und zur See.

Zweisprachige Reisen ( b , bilingual)
Englisch ist die Bordsprache. Deutschsprachiges Expeditionspersonal wird bei den bilingualen Reisen (englisch-deutsch) an Bord zur Verfügung stehen. Begrüßungs-, und Sicherheitsinformationen, Lautsprecheransagen, tägliche Vorankündigungen und Informationsbriefings werden zweisprachig durchgeführt (englisch und deutsch). Englische und deutsche variieren gegebenenfalls im Inhalt. Simultane Übersetzungen werden vermieden, aber eine Zusammenfassung am Ende der Vorlesung gewährleistet. Die sprachliche Führung an Land richtet sich nach den Wandergruppen, für die sich die Passagiere gemäß Ihrer physischen Kondition, entschieden haben. Es gibt in der Regel drei Gruppierungen: anspruchsvollere, mittlere und leichtere Wanderungen. Bei den leichten Wanderungen gibt es mehr Zeit zum Fotografieren. Ein deutschsprechender Guide steht mindestens einer dieser Gruppierungen an Land und mindestens in einem Zodiacboot während der Exkursionen zur Verfügung. Nicht alle Gruppen und Zodiacs können bilingual begleitet werden. Passagiere können sich jedoch dem deutschsprachigen Guide und seinem/Ihrem Programm (bzw. Boot) anschließen.

Wandern ( H für Hiking)
Auf ausgeschriebenen Wanderterminen (z.B. ATD12) wird das sonst übliche Wanderprogramm weiter ausgedehnt. In der Regel bieten wir 3 Möglichkeiten an, an Land aktiv zu werden. Dabei gibt es drei Gruppierungen: anspruchsvollere, mittlere und leichtere Wanderungen. Somit können wir allen Teilnehmern eine passende Wanderung anbieten, die ca. 2 -3 Stunden pro Anlandung dauern (je eine am Vormittag und Nachmittag). Ganztageswanderungen (5-7 Std.) mit Lunchpaket werden zu entsprechend ausgeschriebenen Wanderterminen angeboten. Die endgültige Entscheidung, wo und in welcher Form die Wanderungen stattfinden, trifft der Expeditionsleiter an Bord am Tag der geplanten Wanderung. Für die langen Wanderungen empfehlen wir die Mitnahme von knöchelhohen und stabilen Wanderschuhen und Gamaschen. Wandern ist kostenlos. Weitere Informationen in den Detailprogrammen und der Ausschreibung.

Informationen zum Schiff:
Die ANTARCTIC DREAM ist in den 50er Jahren in den Niederlanden gebaut worden und fuhr unter dem Namen Piloto Pardo viele Jahr für die chilenische Marine in polaren Regionen. 2005 wurde sie nach einem fast kompletten Umbau in den heutigen Namen umgetauft und fährt nun als komfortables Expeditionsschiff in Arktis und Antarktis. Neben einer geschmackvollen Inneneinrichtung im maritimen Stil bietet das Schiff großzügige Decksflächen, einen Speiseraum mit genügend Platz für alle Passagiere, eine Lounge, die auch für Lektorenvorträge genutzt wird, Bar, Bibliothek und Sauna. Das 83m lange Schiff bietet Platz für 84 Passagiere, verteilt auf 4 Decks in 42 Doppelkabinen mit eigener Dusche und WC. Insgesamt sind 4 Suiten, 16 Superiorkabinen, 19 Zweibett Außen- und 3 Zweibett Innenkabinen vorhanden.
Unter der Flagge Panamas hat die Antarctic Dream 18 Besatzungsmitglieder und einen Schiffsarzt an Bord. 
Bordsprache:  englisch
Expeditionsteam: englisch, teilweise deutschsprachig
Zahlungsmittel: EUR, USD, gängige Kreditkarten
Bekleidung:  dem Expeditionscharakter angepasst, sportlich leger und zweckmäßig

Schiffsdaten:
Reederei:  Oceanwide Expeditions/Antarctic Shipping S.A.
Flagge:  Panama
Baujahr/Umbau: 1957/2005
Passagiere max.:  84
Besatzung:   18
Länge:   83,00 m
Breite:   12,00 m
Tiefgang:     4,60 m
Tonnage:  3175 t
Max. Geschwindigkeit:  12 Knoten
Stromspannung: 220 V

 
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